|
 |
 |
Kriterien zur Bewertung der cittàslow / slowcity - Bewegung
Zu den sieben Kriterien zur Bewertung der cittàslow / slowcity gehören:
- Umweltpolitik
Nutzung alternativer und/oder regenerativer Energien; Recycling Konzept, u.a.
- Infrastrukturpolitik
Behindertengerecht, Bürgernähe, Grünanlagen, Naherholungsgebiet u.a.
- Urbane Qualität (urban, lat.; "städtisch")
Stadtentwicklung, Denkmalpflege, Müllkonzept, u.a.
- Aufwertung der autochthonen Erzeugnisse (autochthon, griech.; "einheimisch") Regionale Wochenmärkte, Pflege heimischen Brauchtums, u.a.
- Gastfreundschaft
Pflege von Städtepartnerschaften, Touristinformation, u.a.
- (cittaslow-) Bewusstsein
PR-Arbeit für slowcity, Öffentlichkeitsarbeit, u.a.
- Landschaftliche Qualität
Erhalt und Pflege der landschaftlichen Schönheit/Vielfalt, u.a.
Umweltpolitik
- Systematische und kontinuierliche Qualitätskontrolle der Luft (Emissionskontrolle und –minimierung)
- Bestehende Wasserversorgungs- und –verteilungsvorschriften. (Wasserschutzgebiete, Brunnen, Qualitätskontrolle Trinkwasser, Klärsysteme)
- Bestehen und Anwendung von Programmen zur Förderung und Verbreitung neuer Technologien für die Kompostierung, Förderung der Kompostierung in den einzelnen Haushalten (Biotonne, Häckselservice, Information zu Techniken der Kompostierung)
- Bestehende Kontrollsysteme der durch Beleuchtung ausgelöste Belastung und entsprechende Gegenmaßnahmen (Fassadenbeleuchtung, Reklame, Werbetafeln, Gestaltungssatzung)
- Bestehen und Anwendung von Förderprogrammen für die Nutzung alternativer Energiequellen (Sonne, Wasser, Wind, Geothermie, Biomasse,...)
- Bestehende Kontrollsysteme für Elektrosmog und entsprechende Gegenmaßnahmen (Mobilfunk, Hochspannung)
- Bestehende Lärmschutz-Kontrollsysteme und entsprechende Gegenmaßnahmen zur Lärmminderung (Lärmimmission, Gutachten, Lärmschutz)
- Aktive Förderung des Agenda 21 - Prozess
- Klare Beschilderungen. Verzicht auf überflüssige Schilder
- Anwendung der EMAS Richtlinien (Umweltmanagementsystem, Öko-Audit)
- Anwendung der ISO 9000 (Qualitätsmanagement)
- Anwendung der SA 8000 (Sozialmanagementsystem, Sozial-Audit)
Infrastrukturpolitik
- Eingerichtete und ausgestattete Grünanlagen (Pflege und Möblierung von Parks, u.ä.)
- Vorhandensein von Gehsteigen ohne bauliche Barrieren (Fußgängerfreundlichkeit)
- Behindertengerechter Zugang und Nutzung öffentlicher Gebäude
- Vorhandene Infrastruktur zur Förderung der alternativen Mobilität (attraktiver ÖPNV, attraktive Radwege, Fußgängerzonen)
- Vorhandensein von öffentlichen Toiletten mit freiem Zugang
- Einheitlich attraktive Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr in den Bereichen/Ämtern der Stadtverwaltung
- Vorhandensein einer Abteilung für Beziehungen zu den Bürgern der Stadt (Stadtmarketing, Bürgerbüro, Öffentlichkeitsarbeit, Leitbildprozess)
- Servicerufnummer "Lebenswerte Stadt" für die Bürger (Bürgertelefon)
- Vorhandensein eines Programms für Öffnungszeiten nach den Bedürfnissen der Bürger (Attraktive Öffnungszeiten)
- Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung in der Innenstadt. Erhalt von Einrichtungen zur Grundversorgung. (Lebenswerte Innenstädte, Einzelhandel, Citymanagement)
- Unterstützung und Förderung öffentlicher Einrichtungen (Veranstaltungsräumlichkeiten, Sporteinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Soziale Einrichtungen, Angebot an Dienstleistungen, Büchereien)
Urbane Qualität
- Maßnahmenprogramme zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands der Stadtkerne und/oder der Bauten von kultureller oder historischer Bedeutung
(Stadtsanierung, Denkmalpflege, Gestaltungssatzung, keine Leuchtreklame)
- Förderung der Nutzung von wiederverwendbaren Behältnissen (Geschirr) innerhalb der öffentlichen Strukturen (Satzung zu Ausrichtung von Festlichkeiten, Spül(Geschirr-)mobil)
- Mülltrennung, festgelegte Abholzeiten
- Förderung und Pflege regionaltypischer Bepflanzung in öffentlichem und privatem Raum (Baumschutzverordnung, Baumkataster, Pflanzungsempfehlungen, Pflanzaktionen,... )
- Förderung des Kontakts zwischen Stadtverwaltung und Bürgern. Einsatz verschiedenster Kontaktmedien. (z.B. virtuelles Rathaus, Medien, Bürgertelefon, Bürgerbüro, etc.)
- Bestehende Maßnahmen zur Sensibilisierung für Bauvorhaben nach ökologischen Prinzipien (Förderung ökologisch orientierter Bauleitplanung und Bebauung)
- Bestehende Programme und Aktivitäten zur Aufwertung und Nutzung der Altstadt (Stadtmarketing, Citymanagement)
- Zukunftsorientierte Flächenerschließung. Flächensparende Stadtentwicklung (Nachverdichtung)
- Stadtgeschichte als Entwicklungspotenzial erkennen und nutzen
Aufwertung der autochthonen (traditionellen, regionaltypischen) Produktion
- Auswahl der regionaltypischen Erzeugnisse jeglicher Art (Bestandsaufnahme, Katalogisierung, regelmäßige Überprüfung)
- Förderung und Erhalt von lokalen kulturellen Veranstaltungen (Wahrung von regionalen Besonderheiten in Kultur und Tradition, Förderung entsprechender Veranstaltungen)
- Entwicklungsprogramm "Märkte" für Naturprodukte, Förderung von aufwertenden Angebotsflächen (Regionale Märkte, Direktvermarkter, Wochenmärkte, Regionalläden, ...)
- Programme zur Geschmacks- und Ernährungserziehung (Sinnesschulungen)
- Programme zur Sensibilisierung für natürliche Produktionsweisen
- Programme zur Förderung der biologischen Landwirtschaft und Zertifizierung der Erzeugnisse
- Maßnahmen zur Aufwertung der Ernährungstradition
- Förderung traditioneller Produkte und Erzeugnisse der Stadt
- Erhalt und Förderung landschaftstypischer Bewirtschaftungsweisen
Gastfreundschaft
- Bestehendes System der Verifizierung für die Einhaltung der Versprechungen in den Broschüren der öffentlichen Lokale (Qualitätsmanagement und Kontrolle der Hotellerie und Gastronomie
- International verständliche Beschilderung.
- Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten in der Touristinformation. (kompletter Sektor Tourismus. Themen: Serviceorientierung, Herzlichkeit, Offenheit, Qualitätsorientierung)
- Bestehen von Rundgängen für Touristen, ausgeschildert und mit Beschreibung.
- "slow" - Führungen durch die Stadt. Erstellen einer entsprechenden Broschüre. (slow-Themenführung)
- Bestehende bewachte Parkplätze in zentrumsnaher Lage
- Politik der Gastlichkeit. Besucherorientierte Konzepte bei großen Veranstaltungen
- Förderung von Initiativen die den cittaslow / slowcity - Zielen nahe stehen.
- Pflege von Städtepartnerschaften ( nicht nur slowcity )
(cittaslow-) Bewusstsein
- Serviceheft der cittaslow / slowcity (Infobroschüre)
- Markenzeichen der cittaslow / slowcity (Logo)
- Einsatz des cittaslow - Logos auf den Druckunterlagen der Stadtverwaltung (z.B. Briefpapier etc.) (Schaffen eines internationalen CDs/CIs)
- Bestehen von Programmen zur Verbreitung der Aktivitäten der Bewegung. (PR-Arbeit für slowcity)
- Eigens eingerichtete Website mit den in der Stadt durchgeführten cittaslow / slowcity - Inhalten
- Angebot von sozialen Leistungen in der Stadt: z.B. Freizeitangebot, Hilfeleistungen auch zuhause von alten Menschen und chronisch Kranken, ...
- Programme für die finanzielle Unterstützung der Umsetzung der slowcity - Kriterien und Verbesserungsmaßnahmen (Berücksichtigung im Haushalt, Handlungsprogramm)
- Bestehendes städtisches Mitteilungsblatt mit Artikeln zu den cittaslow / slowcity -Initiativen und Verbreitung in der nationalen Presse (Öffentlichkeits- und Informationsarbeit)
- Programme zur Entwicklung von Initiativen unter Einbeziehung der "opinion leaders" (lokale Meinungsbildner) und der lokalen Unternehmen zur Umsetzung der Kriterien (Information und Arbeitskreise)
- Zusammenarbeit mit Kantinen und Mensen zur Etablierung der slowcity Grundsätze
- Maßnahmen zur Förderung der regionalen Identität und des regionalen Selbstbewusstseins in der Bevölkerung
- Förderung der Umweltbildung
Landschaftliche Qualität
- Erhalt und Pflege der landschaftlichen Vielfalt
- Erhalt und Pflege der landschaftlichen Eigenart
- Erhalt und Pflege der landschaftlichen Schönheit
- Erhalt der historisch gewachsenen typischen Kulturlandschaft
- Schaffen regionalverträglicher Entwicklungskonzepte
- Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe
- Förderung eines Biotopverbundsystems
|
 |



|
 |
|
 |
|